Silvester auf Bali und das blaue Feuer des Ijen

 

In Bali angekommen, schafften wir es gerade noch so vor Mitternacht mit einem Bier in der Hand am Strand zu sitzen. In diesem Sinne nochmal frohes Neues!

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Den nächsten Tag verbrachten wir am Strand und auf dem Nachtmarkt. Dann ging es schon weiter mit Bus und Fähre nach Java, da wir Anfang Februar Bali mit meiner Familie erkunden würden.

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Der Turbogrill:IMG_5644IMG_5648IMG_5667IMG_5675

Mit der Fähre setzten wir über nach Banyuwangi auf der Insel Java. Wir wollten den Vulkan Ijen besteigen und die blauen Flammen des verbrennenden Schwefels, der aus dem Krater austritt sehen. Wir lasen in verschiedenen Blogs, dass es möglich war mit einem Moped selbst hinzufahren. Also mieteten wir uns eins und fuhren um ein Uhr nachts los, da die Flammen nur im Dunkeln zu sehen sind. Die Straße wurde immer schmaler und es gab einige steile Stücken, an denen ich absteigen musste – wir hatten nicht gerade das beste Moped erwischt. Der Weg hoch zum Krater war leicht zu finden und außer uns waren noch Unmengen anderer Touristen unterwegs. Der Vollmond schien hell und wir brauchten keine Lampen. Je höher wir kamen, desto stärker wurde der Schwefelgestank. Wir hatten uns Gasmasken ausgeliehen und machten uns am Kraterrand angekommen auf den Weg hinab in den Höllenschlund. Hier wurde der Schwefelgestank trotz Gasmaske zum Teil unerträglich. Leider hatten wir mit den blauen Feuern etwas Pech – man sah nur ab und zu ein kleines Flämmlein, vielleicht war der Vollmond einfach zu hell oder die Flammen weniger stark als sonst. Trotzdem war der Ort beeindruckend, wenn auch irgendwie unheimlich. Am Kratergrund bauten Einheimische per Hand Schwefel ab, eine harte, ungesunde Arbeit. Die vollbeladenen Körbe wiegen bis zu 90 kg und müssen den steilen Weg hoch zum Kraterrand und dann ca. 1 Stunde hinab bis zur Straße getragen werden. Wir hielten es aufgrund der giftig-reizenden Schwefeldämpfe nicht lange aus und stiegen wieder hinauf zum Kraterrand. Die Sonne war mittlerweile aufgegangen und durch den Rauch konnten wir den Kratersee erahnen, auch das größte Säurefass der Erde genannt mit einem pH von unter 0,3. Wir machten uns schließlich auf den Rückweg und düsten mit unserem Roller den Berg hinunter. Auf der schmalen Straße blieben wir hinter einem Auto hängen, dass sehr langsam die steilen Wegstücken herunterrollte und mussten viel bremsen. Auf dem nächsten geraden Stück griff dann plötzlich die fordere Bremse nicht mehr. Wir bekamen einen ordentlichen Schreck und hielten sofort am Straßenrand. Wir hatten irgendwo gelesen, dass das durch Überhitzung passieren kann, aber alles wieder funktioniert, sobald es etwas abgekühlt ist. Und tatsächlich griff die Bremse nach einer Weile wieder und wir fuhren ohne weitere Probleme den bei Tageslicht sehr schönen Weg zurück nach Banyuwangi durch grüne Kaffeeplantagen und kleine Dörfer. Erschöpft von der kurzen Nacht schliefen wir ein.

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Hier die Fotos einer Freundin, die vor ca. einem Monat im Krater war:

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IMG_5694IMG_5697IMG_5714IMG_5732Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem unteren Bild den grünlich-blauen Kratersee erahnen:

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