Mit dem Moped unterwegs im Südosten Javas

 

Nach einigem Hin und Her beschlossen wir am nächsten Tag, erneut ein Moped auszuleihen und nur mit dem Nötigsten bepackt einige Tage den Südosten der Insel zu erkunden.

Als weißer Tourist zieht man hier doch recht viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Indonesier selbst sind unglaublich freundlich. Oft werden wir auf der Straße angesprochen oder man will Fotos mit uns machen. In einem Restaurant in Banyuwangi saß außer uns noch ein indonesisches Pärchen. Als die beiden das Restaurant verlassen hatten, kam ein Kellner zu uns und versuchte uns in gebrochenem Englisch zu erklären, dass die beiden unser Essen bezahlt hätten. Wir verstanden erst nicht und dachten, es gäbe ein Problem mit dem Essen oder jemand anderes hätte es gegessen. Als wir endlich richtig verstanden, waren wir total überrascht und wussten gar nicht, was wir sagen sollten. Wir hätten uns gern bedankt. Als wir mit dem Moped unterwegs waren wurde uns von vielen anderen Fahrzeugen ein fröhliches ‘Hello’ zugerufen. Auf der anderen Seite ist hier vieles für uns sehr viel teurer und selbst wenn wir versuchen zu handeln, zahlen wir oft das zehnfache des normalen Preises. Vor allem bei Sehenswürdigkeiten macht sich das bemerkbar. So sollten wir beispielswiese für einen Strandbesuch in einem Nationalpark 250.000 Rupiah pro Person zahlen, fast 17 Euro. Der Eintritt für Indonesier lag bei 7.500 IDR, ca. 50 Eurocent. Handeln brachte nichts, man meinte zu uns, entweder wir zahlen oder wir gehen. Am Ende gingen wir oft – darüber, ob es gerecht ist, dass Ausländer und Indonesier unterschiedliche Preise zahlen kann man sicher streiten. Das Problem für uns war eher, dass die Preise völlig überzogen waren – 17 Euro für einen Strandbesuch pro Person, wo doch die Unterkunft für uns beide deutlich weniger kostete, stand in keinerlei Relation. Der Eintritt zu einem anderen Strand, an dem man Schildkröten beobachten konnte betrug sogar 30 Euro. Ein deutsches Pärchen, dass wir unterwegs trafen, hatte diese Probleme nicht – er war halber Indonesier und ihr Vater aus Singapur, Aussehen und Sprache scheinen eher eine Rolle zu spielen, der Pass selbst musste bisher nicht vorlegt werden. Am Ende fuhren wir die meiste Zeit mit dem Moped rum, was auch viel Spaß machte. Einmal gerieten wir in eine muslimische Festgesellschaft. Harry aka Hellracer hatte auf jeden Fall Spaß auf den kurvenreichen Bergstraßen mit den heimfahrenden Festbesuchern um die Wetter zu fahren. Der Weg führte uns vorbei an Drachenfrucht-, Kakao-, Reis- und Kautschukplantagen. Da Regenzeit war, schüttete es jeden Nachmittag wie aus Kübeln. Einmal schafften wir es gerade noch so in ein sehr leckeres indonesisches Restaurant und fuhren, als der Regen nachließ durch riesige Pfützen zurück in unsere Unterkunft.

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Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren hier ähnlich wie in Südamerika, nur waren die Busse hier nochmal ein Stück kleiner, aber dafür meist nicht voll.

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Wir machten aufgrund von Regen an einem Essenstand halt und wurden nach kurzer Zeit von Einheimischen gefragt, ob sie ein Foto mit uns machen könnten. Auch Selfies standen ganz hoch im Kurs.

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Drachenfrüchte gab es hier unglaublich billig. 1000 Rupiah (7 Eurocent) pro Kilo – vielleicht war gerade Erntezeit?

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Die Straßenqualität war sehr unterschiedlich, zum Teil gut, aber auch oft von Schlaglöchern übersäht. Manchmal waren es auch nur schlammige Wege. Der Verkehr selbst ist vor allem in den Städten chaotisch und die zum Teil sehr waghalsige Überholmanöver machten es nicht leichter.

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